12. August - 2. September 2018

jung | klasse | KLASSIK - Der Musiksommer im Braunschweiger Land

Spielstätten

Altstadtrathaus-Dornse – Altstadtmarkt, 38100 Braunschweig

Als eines der ältesten Rathäuser Deutschlands bildet das gotische Gebäude gemeinsam mit der Martinikirche die eindrucksvolle Westseite des Braunschweiger Altstadtmarktes. Neben dem Städtischen Museum findet sich im Rathaus der Festsaal „Große Dornse“, der in diesem Jahr als Spielstätte für das Eröffnungskonzert des Festivals genutzt wird.

Burg Warberg – An der Burg 3, 38378 Warberg

Burg Warberg genießt als Hotel, Fortbildungsstätte und Veranstaltungsort in der gesamten Region einen hervorragenden Ruf. Von Anbeginn des Festivals ist der Musiksommer dort zu Gast. Bei gutem Wetter finden die Konzerte im Burghof vor einer einzigartigen Kulisse statt.

St. Vitus Frellstedt – Elmstraße 1, 38373 Frellstedt

Im Ortskern des 800-Seelen-Dorfes Frellstedt im Landkreis Helmstedt findet sich die St. Vitus Kirche. Als Ort des Eröffnungskonzerts 2014 erlebte die Kirche ihre Spielstätten-Premiere im Rahmen des Festivals. Durch die gute Akustik, eine ansprechende Architektur und einer Platzkapazität von über 200 Sitzen bietet St. Vitus optimale Rahmenbedingungen für erstklassige Konzerte.

paläon Schöningen – Paläon 1, 38364 Schöningen

2013 wurde das „paläon – Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere“ eröffnet. Das Besucherzentrum und Museum wurde ausschließlich für die Ausstellung der Schöninger Speere und die Darbietung der Lebensverhältnisse zu deren Entstehungszeit errichtet. Ein transparenter Forschungs- und Laborbereich sowie ein interaktives Besucherlabor gehören ebenso zum paläon wie ein 34 Hektar großes Außengelände, das durch typische Pflanzengesellschaften der Warmzeit und eine Weide mit Wildpferden die natürliche Umgebung von vor rund 300.000 Jahren veranschaulichen soll. Im Eröffnungsjahr hat jung | klasse | KLASSIK als erster externer Veranstalter ein Konzert im paläon durchgeführt. Seitdem finden dort regelmäßig Veranstaltungen statt.

Kleiner Konzertsaal Peine, Spittastraße 5, 31224 Peine

Anderthalb Jahre dauerten die Umbauarbeiten der ehemaligen neuapostolischen Kirche in Peine zum Konzert- und Wohnort des Pianisten und Organisten Hans-Dieter Meyer-Moortgat. Der 190 Quadratmater große und neun Meter hohe ehemalige Gottesdienstraum wird von Meyer-Moortgat ausschließlich für eigene Konzerte genutzt. Das jung | klasse | KLASSIK-Festival darf diese außergewöhnlichen Räumlichkeiten in diesem Jahr freundlicherweise für ein Festivalkonzert nutzen.

Juleum Helmstedt, Collegienplatz 1, 38350 Helmstedt

Das Juleum ist ein mehrgeschossiges Hörsaal- und Bibliotheksgebäude der ehemaligen Universität. Das Bauwerk wurde zwischen 1592 und 1612 im Baustil der Weserrenaissance errichtet und zählt zu den bedeutendsten Profanbauten dieser Epoche in Norddeutschland. Nach Schließung des Universitätsbetriebes im Jahr 1810 wurde das Juleum noch sporadisch von örtlichen Schulen genutzt. Der zunehmende Verfall machte Sanierungen notwendig. Die umfangreichsten Restaurierungs- und Umbauarbeiten fanden zwischen 1966 und 1971 statt. Seitdem wird die im Erdgeschoss des Hauptgebäudes gelegene stilvolle Aula, das Auditorium Maximum, für Konzerte und Vorlesungen genutzt. Neben der im Obergeschoss untergebrachten Bibliothek mit 30.000 historischen Titeln aus der Universitätszeit beherbergt der Komplex im Kellergewölbe das Kreis- und Universitätsmuseum.

St. Johannis Wolfenbüttel – Glockengasse 2, 38304 Wolfenbüttel

Die Johanniskirche in Wolfenbüttel zählt neben der Hauptkirche Beatae Mariae Virginis und der Trinitatiskirche zu den bedeutenden protestantischen Kirchenbauten in der Stadt. Die Kirche wurde in der Zeit von 1661 bis 1663 durch Auguststädter Bürger errichtet. Die Bauzeit ist geprägt durch die große Armut und Geldnot in der Auguststadt. So entsteht der Bau durch gemeinsames Anpacken statt Geldspenden. Aufgrund der Geldnot können die ursprünglichen Pläne zum Bau nicht eingehalten werden. Die Kirche fällt daher „kleiner“ als geplant aus. Die Kirchenweihe erfolgte am 13. Dezember 1663 im Beisein des greisen Herzogs August durch Brandanus Daetrius, Hofprediger und Abt von Riddagshausen, auf den Namen Johannis des Täufers. Die Kirche wurde 1960 im Inneren geschmackvoll restauriert. Man sieht an den Wänden die Grabplatten des Baumeisters Hermann Korb – gestorben 1735 – und des Komponisten Johann Rosenmüller – gestorben 1684. Im Chor hängen die schlichten Medaillons des Herzogs August und seiner Gemahlin Sophie Elisabeth. Die Ausstellungsstücke Altar, Kanzel, Taufstein und Orgelprospekt stammen aus der Schlosskapelle des einstmals eindrucksvollen und später verfallenen Fürstensitzes Schloss Hessen. Mangelnde Stabilität des ursprünglichen Kirchturmes führten 1693 zum Bau eines freistehen- den massiven Glockenturmes nach dem Entwurf des Landbaumeisters Johann Balthasar Lauterbach. Die Johanniskirche wird von dem Baugeschichtler August Finck als »kostbares Juwel protestantischer Kirchenbaukunst« charakterisiert.