20. und 21. August 2022

jung | klasse | KLASSIK - Der Musiksommer im Braunschweiger Land

Spielstätten 2022

Foto: Paola Nimz

Hof Nimz – An der Burg 4, 38378 Warberg

Der Hof der Familie Nimz/Hoffmeister wurde bis in die 1990er Jahre als landwirtschaftlicher Betrieb genutzt. Schon 2018 stellte die Familie dem Festival den großen Garten als Open Air-Veranstaltungsfläche für seinen Familientag zur Verfügung. 2022 findet hier nun erneut ein großes Hoffest statt, die Konzerte werden in der Scheune stattfinden.

Foto: WDSchubert

St. Johannis Wolfenbüttel – Glockengasse 2, 38304 Wolfenbüttel

Die Johanniskirche in Wolfenbüttel zählt neben der Hauptkirche Beatae Mariae Virginis und der Trinitatiskirche zu den bedeutenden protestantischen Kirchenbauten in der Stadt. Die Kirche wurde in der Zeit von 1661 bis 1663 durch Auguststädter Bürger errichtet. Die Bauzeit ist geprägt durch die große Armut und Geldnot in der Auguststadt. So entsteht der Bau durch gemeinsames Anpacken statt Geldspenden. Aufgrund der Geldnot können die ursprünglichen Pläne zum Bau nicht eingehalten werden. Die Kirche fällt daher “kleiner” als geplant aus. Die Kirchenweihe erfolgte am 13. Dezember 1663 im Beisein des greisen Herzogs August durch Brandanus Daetrius, Hofprediger und Abt von Riddagshausen, auf den Namen Johannis des Täufers. Die Kirche wurde 1960 im Inneren geschmackvoll restauriert. Man sieht an den Wänden die Grabplatten des Baumeisters Hermann Korb – gestorben 1735 – und des Komponisten Johann Rosenmüller – gestorben 1684. Im Chor hängen die schlichten Medaillons des Herzogs August und seiner Gemahlin Sophie Elisabeth. Die Ausstellungsstücke Altar, Kanzel, Taufstein und Orgelprospekt stammen aus der Schlosskapelle des einstmals eindrucksvollen und später verfallenen Fürstensitzes Schloss Hessen. Mangelnde Stabilität des ursprünglichen Kirchturmes führten 1693 zum Bau eines freistehen- den massiven Glockenturmes nach dem Entwurf des Landbaumeisters Johann Balthasar Lauterbach. Die Johanniskirche wird von dem Baugeschichtler August Finck als »kostbares Juwel protestantischer Kirchenbaukunst« charakterisiert.