02. - 23. August 2020

jung | klasse | KLASSIK - Der Musiksommer im Braunschweiger Land

Spielstätten 2020

St. Vitus Frellstedt – Elmstraße 1, 38373 Frellstedt

Im Ortskern des 800-Seelen-Dorfes Frellstedt im Landkreis Helmstedt findet sich die St. Vitus Kirche. Als Ort des Eröffnungskonzerts 2014 erlebte die Kirche ihre Spielstätten-Premiere im Rahmen des Festivals. Durch die gute Akustik, eine ansprechende Architektur und einer Platzkapazität von über 200 Sitzen bietet St. Vitus optimale Rahmenbedingungen für erstklassige Konzerte.

Haus der Kulturen – Am Nordbahnhof 1, 38106 Braunschweig

Als Ort der Vielfalt steht das Haus der Kulturen für gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe in Braunschweig. Eingerichtet im Gebäude des ehemaligen Nordbahnhofs finden in den Räumlichkeiten regelmäßig Veranstaltungen und Seminare statt, die gewohnte Denkmuster durchbrechen und neue Perspektiven eröffnen sollen.

Foto: WDSchubert

St. Johannis Wolfenbüttel – Glockengasse 2, 38304 Wolfenbüttel

Die Johanniskirche in Wolfenbüttel zählt neben der Hauptkirche Beatae Mariae Virginis und der Trinitatiskirche zu den bedeutenden protestantischen Kirchenbauten in der Stadt. Die Kirche wurde in der Zeit von 1661 bis 1663 durch Auguststädter Bürger errichtet. Die Bauzeit ist geprägt durch die große Armut und Geldnot in der Auguststadt. So entsteht der Bau durch gemeinsames Anpacken statt Geldspenden. Aufgrund der Geldnot können die ursprünglichen Pläne zum Bau nicht eingehalten werden. Die Kirche fällt daher “kleiner” als geplant aus. Die Kirchenweihe erfolgte am 13. Dezember 1663 im Beisein des greisen Herzogs August durch Brandanus Daetrius, Hofprediger und Abt von Riddagshausen, auf den Namen Johannis des Täufers. Die Kirche wurde 1960 im Inneren geschmackvoll restauriert. Man sieht an den Wänden die Grabplatten des Baumeisters Hermann Korb – gestorben 1735 – und des Komponisten Johann Rosenmüller – gestorben 1684. Im Chor hängen die schlichten Medaillons des Herzogs August und seiner Gemahlin Sophie Elisabeth. Die Ausstellungsstücke Altar, Kanzel, Taufstein und Orgelprospekt stammen aus der Schlosskapelle des einstmals eindrucksvollen und später verfallenen Fürstensitzes Schloss Hessen. Mangelnde Stabilität des ursprünglichen Kirchturmes führten 1693 zum Bau eines freistehen- den massiven Glockenturmes nach dem Entwurf des Landbaumeisters Johann Balthasar Lauterbach. Die Johanniskirche wird von dem Baugeschichtler August Finck als »kostbares Juwel protestantischer Kirchenbaukunst« charakterisiert.